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Martins Tech Blog

Digital Signage mit PlayPoster von OOSM

Wer hat sie noch nicht gesehen - die Werbemonitore in den Geschäften, die Info-Screens bei Veranstaltungen. Digitale Schilder oder auch Digital Signage sind beim Marketing nicht mehr wegzudenken. 

Auch bei uns im Büro sollte so ein Screen her. Weihnachten war es dann so weit - im Büro stand ein nagelneuer Fernseher, der auch schnell recht professionell an der Wand hing. Doch wie geht's dann weiter? Ok, für ein paar statische Inhalte funktioniert das recht gut - USB-Stick angeschlossen und schon kann eine Slideshow von Bildern angezeigt werden. Aber das war's dann auch schon.

Unser Screen soll nicht nur Marketingfunktionen erfüllen, sondern ich möchte dort auch nützliche Informationen für die Mitarbeiter anzeigen und diese sind nur dann wirklich nützlich, wenn sie dynamisch erzeugt werden. Wir sind ein Unternehmen, das Software herstellt. Also was sind denn nützliche Informationen? Ich denke hier an:
  • den aktuellen Projektstatus (also das Sprint- oder Projekt-Burndown)
  • den Status des Buildsystems (welche Builds laufen gerade; gibt es irgendwo Builderrors oder fehlgeschlagene Tests)
  • Informationen zum Unternehmen oder zur Abteilung
  • Informationen zu Community-Events
  • Informationen aus sozialen Medien (z.B. einen Twitter-Feed)
Das alles lässt sich mit der statischen Dia-Show die der Fernseher mitbringt nicht lösen. Da muss etwas anderes her.

Im Frühsommer letzten Jahres war ich in Amsterdam zu einem Startup-Event und habe dort die Köpfe eines Unternehmens kennengelernt, die genau so eine Digital Signage Lösung herstellen: OOSM (sprich: awsome) mit Ihrem Produkt PlayPoster. In den Gesprächen mit dem CEO Peter Bruner stellte sich heraus, dass der Stick von OOSM vermutlich genau die einfache Lösung ist, die wir brauchen.

Also habe ich einen Stick bestellt. Nach wenigen Tagen war der dann auch in meinem Briefkasten. Die Installation ist denkbar einfach und in 3 Schritten erledigt: 
  • Stick auspacken und an Stromversorgung und HDMI-Port des Bildschirms anschließen
  • WLAN-Credentials eingeben (dafür braucht man mal kurzzeitig eine USB-Maus)
  • Stick kurz vom Stromnetz nehmen, damit er rebootet
Das war's auch schon. Ab jetzt öffnet sich bei jedem Boot automatisch die vorinstallierte App und zeigt die definierten Inhalte an.

Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Definieren der Inhalte. Denn ich wollte ja statische und dynamische Inhalte darstellen.

Bei der Bestellung erhält man Credentials zum Admin-Portal von OOSM. Dort definiert man sogenannte Playlists, die man einer Gruppe von Devices zuordnen kann - also ein Device ist in einer Gruppe; eine Gruppe hat eine oder mehrere aktive Playlists (ganztägig oder für einen bestimmten Zeitraum); eine Playlist besteht aus Bausteinen, für die eine Reihenfolge definiert wird. Wie das genau geht, erkläre ich in einem späteren Post.

Digital Signage Lösungen gibt es viele am Markt, deswegen hier neben dem persönlichen Kontakt zum Entwicklerteam noch ein paar Hard-Facts für die Entscheidung für PlayPoster. 

Einfache Installation mit vorhandener Hardware (+)
Es muss ja nicht immer der neue TV sein - wir alle haben igendwelche alten Monitore herumstehen, die wir nicht mehr brauchen und die super für Digital Signage geeignet sind. Einfach den Stick anschließen, WLAN einrichten, fertig. Und der Stick ist mit Abmessungen von 85 x 30 x 10 Millimeter wirklich nicht groß.

Cloudbasierte Definition (+)
Ich kann von zu Hause oder von unterwegs steuern, was auf meinen Screens im Office wann angezeigt wird.

Niedrige Kosten (+)
Die Anschaffungskosten sind vergleichsweise sehr gering - andere Digital Signage Produkte kosten über 100 Euro pro Device, die aktuellen Kosten (Stand Januar 2016) des PlayPoster Sticks sind 59 Euro einmalig ohne weitere nutzungsbasierte Zahlungen.

Betaphase (+/-)
Das System ist noch in der Betaphase. Man stolpert also noch manchmal im Admin-Portal über Punkte die von der User Experience noch nicht optimal sind, aber das Entwicklerteam freut sich über Feedback und behebt Bugs (wenn man welche findet) super schnell.

Viele vordefinierte Templates (+)
Für die Bausteine gibt es vordefinierte Templates, die schon viele Anwendungsgebiete abdecken:
  • statisches Bild (also quasi wie Diashow)
  • externe Webseite (z.B. für unsere Systemstatus-Anzeigen)
  • Tweets (anhand Hashtag oder Person)
  • RSS-Feed
  • Gimmicks wie Uhr, Horoskop, Wetter
  • verschieden gelayoutete Bild-/Text-Screens (Preisliste, Bild mit Text)

Nur FullHD (-)
Der Stick in seiner aktuellen Konfiguration unterstützt lediglich FullHD und noch kein 4K. Für uns reicht das im Moment. Nach der Aussage von OOSM soll die nächste Generation aber definitiv 4K-fähig sein.

Damit genug zum Thema Installation. In meinem nächsten Post zeige ich, wie ich meine Playlist für PlayPoster zusammenbaue.
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