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Martins Tech Blog

.NET Open Space - ein Rückblick

#netos - wer an diesem Wochenende die Tweets in der Leipziger Twitterszene verfolgt hat, der wird häufiger über diesen Hashtag gestolpert sein. Grund dafür war ein Event, der mittlerweile seinen festen Platz in der deutschen .NET-Community gefunden hat: der .NET Open Space. Jedes Jahr pilgern knapp 150 .NET-Entwickler und -Interessierte nach Leipzig, um sich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch ich war dabei und möchte meine Eindrücke zum Besten geben. Ich war schon im letzten Jahr mit dabei und natürlich ist man dann versucht, auch immer einen Vergleich zu ziehen.

Im letzen Jahr fand der .NET Open Space in der Villa Ida statt. Und da der frühe Vogel ja bekanntlich den Wurm fängt, buchte ich mir auch ein Hotelzimmer in der Nähe. Etwas überrascht wurde ich dann, als bekannt wurde, dass es in diesem Jahr einen anderen Veranstaltungsort geben würde. Da wir ja alle agil sind, ist auch das natürlich kein Problem - schnell umgebucht und alles in Butter - einzig der Hotelbetreiber wird sich etwas gewundert haben, denn wie ich erfahren habe, war ich mit meiner Stornierung nicht allein.

Beginn der Veranstaltung war dann Samstag um 10:00 Uhr. Einige der Teilnehmer reisten schon am Freitag an, um an der Kennenlern-Party teilzunehmen oder erholt am Samstag starten zu können. Bei der Party war ich leider nicht dabei, da ich einer derjenigen war, die erst am Samstag dazustießen.

Nach und nach trafen alle ein und schnell sah man auch bekannte Gesichter und der Smalltak begann, den nur ein Pfiff unterbrechen konnte: Es war an der Zeit, die Agenda zu füllen. Jeder, der wollte konnte ein Thema vorschlagen und viele haben auch diese Gelegenheit genutzt, das zu tun. Gefühlt war die Themenfindung in diesem Jahr etwas träger und unorganisierter als im letzten Jahr, aber es ist halt schließlich eine Unkonferenz und warum nicht auch das kreative Chaos nutzen.

Was für Themen kamen da zusammen? Natürlich durften aktuelle Buzzwords wie Agilität, *DD und Windows Phone 7 nicht fehlen und so kam es zu einer bunten Themen-Mischung über Methodik, Architektur und Softskills. Auch wenn letzteres auf den ersten Blick für einige nicht zu einer Entwicklerkonferenz gehören mag, so ist es eben auch wichtig Fragen zu klären wie "Wie bringe ich eigentlich meinen Kollegen bei, die Werte die ich habe auch zu vertreten." - und das ist eben nicht nur Methodik sondern auch der menschliche Faktor. Zusammengefasst waren die eher technisch geprägten Themen aber in der Überzahl: Was sind eigentlich Monaden? Wozu sind EBCs gut? Wann lohnt es sich, eine funktionale Programmiersprache wie F# zu verwenden? Wie mach ich sinnvollerweise Logging? Welche AddIns sind empfehlenswert? ... und so weiter und so fort. Auch ein Coding Dojo war wieder dabei, das aber nach meinem Empfinden in diesem Jahr besser lief, da gleich mehrere Gruppen gebildet wurden und so in einem kleineren Kreis intensiver gearbeitet werden konnte. Aber genug vom Fachlichen: Wer es selbst erleben möchte, der möge selbst an einem .NET Open Space teilnehmen und seine eigenen Erfahrungen sammeln - es lohnt sich.

Abseits der Diskussionen gab es aber auch noch das Abendessen am Samstag in der Schaubühne Lindenfels und dem Joseph Pub - mit klarer Präferenz für zweiteres meinerseits und ich glaube der ein oder andere sieht das ähnlich. Und auch die Mittagessen, die dieses Mal im Vergleich zum Vorjahr eher mit bekannte Gerichte aufwarteten, boten genug Raum dafür, sich auszutauschen und neue Leute kennenzulernen oder über andere Ansichten und Erfahrungen zu diskutieren.

Alles in allem ist mein Resümee ein postives. Ich habe es in keinem Fall bereut, dieses Wochenende in Leipzig verbracht zu haben. Egal ob Freak oder Quatschaffe - es hat Spaß gemacht mit euch zu diskutieren und dabei gewesen zu sein und man sieht sich beim nächsten Mal.

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