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Martins Tech Blog

Rückblick auf das MobileCamp 2014 - der Sonntag

Tag 2
Auch der zweiten Tag begann mit einer Keynote und diese war besonders interessant und kurzweilig. Zwei Google Glass zum selber ausprobieren und ein Xiaomi zum ausprobieren der chinesischen Konkurrenz für westliche Mobiltelefonhersteller waren der perfekte Auftakt für den Tag. Und ganz besonders spannend: Den ganzen Tag lang konnten Interessierte die Hardware ausprobieren.

Im Anschluss daran widmete ich mich einer Session betitelt mit "Meetings verbessern" und es war interessant herauszufinden wie andere mit Fokussierungsproblemen in Meetings umgehen, denn wer kennt sie nicht ergebnislose Meetings oder Marathonmeetings.

Und nun: ein Mittagessen zugeschnitten auf Entwickler: Pizza und Mate. Der schiefe Turm von Pizza(schachteln) hat es übrigens nach dem Foto nicht mehr lange ausgehalten.

Nach dem Mittag wieder ganz spannend für mich das Thema Open Source Compliance. Wie verhindere ich Copyleft-Effekte im Business Umfeld, welche Lizenzen sind verwendbar, wenn man Business-Anwendungen schreibt, die nicht OpenSource sein dürfen. Es gab viele Tipps, wie man gut durch den Lizenzdschungel kommt und mit vielen praktischen Tipps aus dem juritischen Alltag.

Die letzte themenbezogene Session war für mich Crowdfunding für mobile Apps und hat für mich etwas Licht ins Dickicht gebracht. Dachte ich bisher immer an Crowdinvesting und was es dabei alles zu beachten gibt, so bietet Crowdfunding eine ganz andere Perspektive. Und ganz wichtig dabei auch das Herangehen an so einen Funding-Prozess aus Unternehmenssicht. Es war gut, dass so viele dabei waren, die direkt aus der Praxis mitreden konnten, weil sie den Prozess bei Unternehmen schon begleitet haben und wussten was genau relevante Punkte sind.

Für alle, die sich etwas näher mit einem der Themen an denen ich teilgenommen hab oder auch an anderen beschäftigen wollen: unter http://lanyrd.com/cxdcb findet sich ein Großteil der Präsentationen und Unterlagen, die Grundlage für die Sessions waren.

Zu vielen Zeitpunkten wäre ich gern in mehreren Sessions parallel gewesen, einfach weil es so interessante Themen gab.

Ich kann diese Konferenz einfach nur jedem empfehlen, der auch nur im entferntesten etwas mit Mobile zu tun hat.

Noch einmal vielen Dank und im nächsten Jahr bin ich gern wieder mit dabei.

Rückblick auf das MobileCamp 2014 - der Samstag

Ein spannendes Wochenende geht vorbei und nach einiger Abstinenz vom Bloggen möchte ich genau das zum Anlass für einen Blogpost nehmen. Auch wenn im Vorfeld viele Teilnehmer unterschiedliche Angaben dazu gemacht haben - ja, es ist inzwischen schon das 6. MobileCamp, wie man dann unschwer am Tshirt erkennen konnte. Und mit einem Besucherrekord von knapp 300 Teilnehmern von denen überraschenderweise noch immer die Mehrzahl direkt aus Dresden und Ostsachsen kam, konnten Maßstäbe gesetzt werden. 

Thematisch richtet sich dieses Barcamp sowohl an Entwickler als auch an Designer, Grafiker, Rechtsexperten, Projektmanager, Vertriebler - eben alle, die sich mit der Thematik Mobile auseinandersetzen. Trotzdem war der Anteil an Nicht-Entwicklern relativ gering.

Für mich war es das dritte Mal, dass ich beim MobileCamp dabei war und was soll ich sagen: es hat sich gelohnt. An dieser Stelle vielen Dank an die Veranstalter und die anderen Sponsoren die die Veranstaltung, die das Barcamp erst möglich machen. Und wer sich wegen der Formulierung fragt: Ja,dieses Jahr waren wir mit unter den Sponsoren.

Nun aber zum spannenden Teil....

Tag 1
Der Tag beginnt mit einer großen Vorstellungsrunde (wer bin ich, was mache ich und warum bin ich hier), was bei der Anzahl der Teilnehmer schon mal eine ganze Weile in Anspruch nimmt. Im Anschluss daran - wie bei jedem Barcamp - Sessionfindung und Raumplanung. Ganz interessant - dieses Jahr gab es sowohl am ersten als auch am zweiten Tag eine Keynote, was eigentlich barcampunüblich ist. 

Die Keynote am ersten Tag drehte sich rund um das Thema Firefox OS. Und viele Aspekte waren doch sehr bekannt von anderen Plattformen, denn alles ist eine App. Sehr beruhigend ist, dass die Mozilla-Entwicklergemeinde wohl aus den Fehlern anderer Hersteller gelernt haben und an "Features" wie Markieren und Copy&Paste schon in der ersten Version denken.

In der zweiten Session des Tages drehte es sich für mich rund um das Thema Gamification und es war für mich sehr spannend einen Einblick in die wissenschaftlichen Hintergründe zu bekommen und das auf einem gut verständlichen und High-Level Weg. 

Nach der Mittagspause in der es (typisch ostdeutsch) Soljanka aus der Gulaschkanone gab

Im Anschluss daran stand ich das erste Mal vor der Qual der Wahl: Unity und Game Erstellung oder App Marketing. Als jemand mit BWL-Herz, landete ich in der App-Marketing Session die anhand eines aktuellen Beispiels und damit natürlich auch mit etwas Eigenmarketing der Session-Ownerin sehr interessante Aspekte aufzeigte.

Im Anschluss daran schaffte es Torsten mit einer Session zum Thema Psychologie die Hälfte der Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen. Da ich vom  letzten den Developer Open Space aber schon einen Eindruck gewinnen konnte was er da erzählen wird, zog es mich eher zu einer Session die sich thematisch mit rechtlichen Neuerungen im eCommerce beschäftigt. Auch wenn ich aktuell noch keinen Onlineshop betreue und es mich deswegen nur am Rande betrifft, war es doch sehr spannend, zu diskutieren, was da ab Mitte Juni ansteht und wie Shopbetreiber damit umgehen müssen.

Die vorletzte Session des Tages war für mich zwar interessant, aber ohne direkte Anwendungsmöglichkeit: Haitech - wie steuere ich die Fernbedienung eines Spielzeugs fern, um schlechtes UX des Spieleherstellers zu umgehen. Es war spannend, was man mit ein paar Transistoren und Widerständen und ein klein wenig Programmierung erreichen kann, aber ich habe gemerkt dass ich bisher doch zu selten einen Lötkolben in der Hand hatte als dass ich das direkt machen würde. Glücklicherweise sind genug Ingenieure in meinem Bekanntenkreis.

17 Uhr - die letzte Session des Tages beginnt. Für mich Gamification Teil 2 - dieses mal ein Deep Dive in die wissenschaftlichen Ansätze - sehr sehr spannend, jedoch in Anbetracht der Uhrzeit hatte ich doch gelegentlich Schwierigkeiten, dem Ganzen mit "hier ist noch eine Grafik, die zeigt folgendes" und "ich hab hier eine Tabelle in der wird dargestellt, dass ... " zu folgen.

Den krönenden Abschluss des Tages gab es wie jedes Jahr im Citybeach Dresden und auch wie jedes Jahr bei Regen - Traditionen soll man beibehalten.

Eindrücke vom dotnetpro powerday zum Thema CCD

Ein professioneller Softwareentwickler - was kennzeichnet ihn eigentlich? Mit dieser Frage starten Ralf Westphal und Stefan Lieser, wenn sie erklären, worum es bei der Clean-Code-Developer-Initiative eigentlich geht. Und genau so beginnt auch die Keynote des dotnetpro powerdays zum Thema CCD, der am 09.03.2010 in München stattfand. Die Antworten aus dem Publikum sind sehr vielseitig: "Man hat Erfahrung.", "Man schreibt wiederverwendbaren Code", "Jemand ist bereit, einem Geld für die Leistung zu geben", "Man schreibt Code, den andere verstehen" hört man Wortmeldungen aus allen Richtungen. Aber sind das wirklich die Kriterien? "Wiederverwendbarkeit? - Ich möchte keinen Klempner, der Dinge wieder verwendet, weil das professionell ist", meint Ralf und macht damit klar: Nicht das sind die Kriterien für Professionalität, sondern eine Mischung aus Bewusstheit und Prinzipien. Mit viel Witz und mehren verschenkten Mausmatten als Belohnung für interessante Antworten führen die beiden durch die Keynote und bringen so jedem das Thema näher.

Klar ist, die beiden wissen was sie rüberbringen wollen und vertreten da auch ihre Meinung recht konsequent. Selbst langjährige und erfahrene Entwickler betrachten Probleme mal aus einem anderen Blickwinkel, wenn Aussagen wie "Wozu brauche ich einen Debugger – meine Tests zeigen mir doch, wo der Fehler ist", "Zum Erstellen einer Softwarearchitektur braucht man keine Tools – nur ein Flipchart" im Raum stehen - und wenn uns jemand nach einer Software-Architektur für ein Warenwirtschaftssystem gefragt hat, haben wir dann nicht alle mit einem einzigen "großen Kreis mit Bubbel in der Mitte" auf dem Flipchartpapier geantwortet? "Wie vermeide ich Abhängigkeiten?", war die Frage, die einen Abstecher in Richtung Event Based Programming mit den Hauptakteuren "Paula Portal", "Anton Adapter", "Frieda Filter" und "Zacharias Zähler" bescherte, die gemeinsam die Codezeilen einer Datei zählten, während "König Kunde" sich einen neuen Kaffee holte.

Der Nachmittag bestand dan darin, eine "Brownfield-Anwendung" mit Gummistiefeln zu betreten und im Sinne von CCD sauber zu machen. Leider musste ich nach der Ermittlung der guten und schlechten Eigenschaften der Anwendung die Veranstaltung verlassen, weil sonst mein Flieger ohne mich gestartet wäre, aber ich denke das anschließende Refactoring der Anwendung war auch noch sehr interessant.

Ja, ich mag die Art von Stefan und Ralf, wie sie solche Veranstaltungen durchführen - mal ganz unabhängig davon, ob es eine kostenpflichtige Veranstaltung wie der CCD-Powerday oder eine kostenfreie wie Usergroup-Treffen oder OpenSpaces sind. Durch diese Art wird man abseits vom täglichen Geschäft mal dazu animiert, neue Wege einzuschlagen oder anders an ein Thema heranzugehen. Und unabhängig davon, ob man CCD unterstützt oder nicht - die Notwendigkeit professionell zu arbeiten gibt es durchaus und die sollte auch immer im Hinterkopf sein. Und die Initative hin zur Professionalität unterstütze ich aus vollster Überzeugung.

Technical Summit 2008

Am 20. und 21.11. fand die Technical Summit in Berlin statt. Auch ich war diesmal als Zuhörer mit dabei. Mein Fazit ist eher gemischt.

Besonders interessant fand ich die Vortragsreihen zu den Themen Parallel Extensions und Windows Presentation Foundation, ich hab ein paar Tricks im Zusammenhang mit SQL Server und SharePoint mitgenommen. Von Microsoft etwas gepusht wird derzeit Azure und Windows 7. Das ist im Moment noch nicht so relevant für die tägliche Arbeit, jedoch schonmal interessant zu wissen.

Weniger interessant für mich - weil schon bekannt - waren Themen wie Workflow-Entwicklung im SharePoint oder die Vorschau auf Rosario.