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Martins Tech Blog

Entwickler erobern Leipzig

Jedes Jahr im Oktober gibt es in Leipzig eine Invasion von Entwicklern. Was als Event für .NET Entwickler begann wurde dieses Jahr konzeptionell etwas erweitert und hat nun den Namen Developer OpenSpace. So richtig hat sich mir die Notwendigkeit dieser Änderung noch nicht erschlossen, schließlich war es auch bisher schon so, dass sich immer auch Sessions zu eher .NET-fremden Themen oder sagen wir mal besser Randthemen aus dem Blickwinkel eines .NET Entwicklers gefunden haben. Das ist auch ganz gut - ergibt sich so doch der ein oder andere Blick über den Tellerrand. Und es schadet auf keinen Fall, mal was von Java oder Ruby gesehen zu haben. Ich persönlich sehe dieses Wochenende immer wieder als gute Gelegenheit für einen Austausch über Erfahrungen oder um neue Ideen oder Denkanstöße zu bekommen. Mehr...

Als Sprecher bei der .NET Usergroup Dresden

Im Grunde war es ein Heimspiel. Beim letzten Treffen der .NET Usergroup Dresden vor gut einer Woche war ich dort mal wieder zur Abwechslung als Sprecher.

Thematisch ging es dabei eher um ein Randgebiet für .NET Entwickler. Gemeinsam mit Matthias Wendt widmeten wir den Abend dem SQL Server 2012. Während Matthias das Thema Datenqualität und die in dieser Version neu hinzugekommenen Data Quality Services näher beleuchtete und anhand von Beispielen erklärte, ging ich auf Neuerungen in TSQL ein und zeigte anhand von Vorher-Nachher-Statements, ob und wo sich hier Vereinfachungen ergeben.

Es war ein sehr spannender Abend und anhand der doch recht großen Teilnehmerzahl von über 15 die auch den Abend mit aktivem Mitmachen und Rückfragen bereichert haben war eindeutig erkennbar, dass es auch noch .NET-Entwickler gibt, die sich um Datenspeicherung kümmern und nicht nur im Frontend unterwegs sind.

Englische Version Englische Version

Als Sprecher bei der .NET Usergroup Leipzig

Am 25.06. war ich zu Gast bei der .NET Usergroup Leipzig. Thema das Abends war modulares Anwendungsdesign und wie Prism dabei unterstützen kann. Nach ein paar Slides, in denen die theoretischen Grundlagen etwas beleuchtet wurden, ging es auch schon ans Live-Coding.

Die Gruppe war mit unter 10 Teilnehmern recht überschaubar, was aber den großen Vorteil hatte, dass wir bei einigen aufgetretenen Fragen direkt einsteigen konnten. Und auch ich habe dank Marcel dort noch etwas gelernt zu einem Feature von Resharper, das mir bisher unbekannt war.

Ich fand es einen sehr gelungenen Abend und auch das netzwerken im kleinen Kreis nach der Usergroup im Kesselhaus war ein kleiner Event.

Für alle diejenigen, die das Live-Beispiel noch einmal nachvollziehen wollen, sind hier die Slides - 20120625_UGLeipzig_Prism.zip (1,78 mb) - und das Code-Sample - Prism_Slides.pdf (753,54 kb).

PS: Bitte denkt daran, dass das Beispiel Directory-Discovery verwendet.

Rückblick auf das mobilecamp Dresden

Es ist zwar noch nicht vorbei, aber ich werde den Rest des Tages und auch morgen leider nicht mehr am mobilecamp Dresdenteilnehmen können. Trotzdem möchte ich über den heutigen Tag ein paar Worte verlieren.

Heute und morgen findet hier in Dresden in der Informatikfakultät das mobilecamp Dresden statt. Der Name ist Programm, handelt es sich hierbei doch um ein Barcamp mit der thematischen Ausrichtung auf die Entwicklung mobiler Anwendungen. Ich war nun schon auf verschiedenen Open Spaces, von daher ist mir das Konzept der Unkonferenz nicht ungeläufig; jedoch ist mir nach wie vor der Unterschied zwischen Barcamp und Open Space nicht klar, sind sie in der Praxis in meiner Erfahrung doch gleich. Aber das soll nicht Thema dieses Posts sein.

Inhaltlich geht es um mobile Entwicklung und damit ist auch schon gesetzt, wer sich hier hauptsächlich einfindet. Und im Grunde kann man anhand der Teilnehmer auch gut die Marktmacht der jeweiligen Marktteilnehmer beobachten. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Entwickler von Apps für iPhone und iPad, an zweiter Stelle kommt die Android-Fraktion und unter ferner liefen dann solche Leute wie ich, die auch den Microsoft Markt bedienen können.

So wundert es auch nicht, dass es inhaltlich mehrheitlich um Themen ging, die sich rund um iPhone oder Android-Entwicklung drehen. Aber auch für mich hat sich heute das ein oder andere Thema gefunden, bei dem ich gern mitdiskutiert habe: So habe ich mich bei folgenden Sessions eingebracht:

  • Chancen und Risiken von Kooperationsmarketing
  • Ausblicke auf die Zukunft mobiler Endgeräte
  • Möglichkeiten von CSS3 zur Optimierung von Webseiten auf mobile Endgeräte

Leider musste ich nach dem Mittagessen das Barcamp verlassen. Trotzdem waren die drei Sessions am Morgen eine Bereicherung und ich kann es jedem nur empfehlen, der mit der Entwicklung auf oder für mobile Endgeräte zu tun hat und diskutieren oder lernen möchte oder auch nur seinen Horizont etwas erweitern möchte.

Rückblick auf die Dotnet Cologne 2011

Inzwischen ist es gut eine Woche her, seit ich und viele andere aus der .NET-Community nach Köln gepilgert sind, um an der diesjährigen Dotnet Cologne teilzunehmen. Ich hatte im letzten Jahr das erste Mal das Vergnügen und fand diese Veranstaltung so gut, dass ich auch dieses Jahr unbedingt mit dabei sein wollte. Was mich besonders an dieser Konferenz begeistert ist einerseits, dass sie nicht so sehr kommerzialisiert ist, wie es andere Konferenzen sind und trotzdem den anderen Konferenzen inhaltlich in nichts nachstehen. Das liegt daran, dass der Grundgedanke dazu aus der .NET Community geboren wurde - namentlich von den .NET Usergroups Köln und Bonn. Ich hoffe, dass das auch noch eine Weile so bleiben wird.

Nun aber zum eigentlichen Tag: Der diesjährige Veranstaltungsort im Media Park war leicht mit der S-Bahn zu erreichen und nach einer Registrierung konnte das Netzwerken bei einem kleinen Frühstück auch schon beginnen. Ich habe mich sehr gefreut, das ein oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen und auch Leute mal persönlich kennenzuloernen, die ich bisher nur virtuell kannte. Ein Blick auf die Agenda zeigte, dass für den Tag nur 5 Sessions geplant waren mit großen Pausen von 30 Minuten und aufwärts. Was für mich auf den ersten Blick etwas schade war, weil da in Summe locker noch eine weitere Session Platz gehabt hätte, zeigte sich doch als sehr sinnvoll, denn so blieb gut Zeit für Sessions, die etwas überzogen bzw. auch für Gespräche untereinander.

Wie sah nun mein persönlicher Sessionplan aus? Den Beginn machte Ilker, der in 60 Minuten in Agile Architekturen eintauchte. Er zeigte anhand von zwei Architekturkonzepten, die für sich selbst in Anspruch nehmen, agil zu sein, ob diese die Kriterien von Agilität unterstützen. Ich denke, über das Thema hätte man gut und gerne noch eine Stunde länger philosophieren können, auch weil ein 10-Minuten-Überflug über eine Architektur nicht erlaubt, diese in Gänze zu erfassen und einzuschätzen. In diesem Zusammenhang fand ich auch schade, dass es dieses Mal keine Abendveranstaltung gab, ich hätte mich hier gern mit ihm noch länger drüber unterhalten.

Nach einer kurzen Pause ging es für mich dann weiter mit Daniel, der eine Session zum Thema REST gab. Ich habe mir erhofft, etwas genaueres über die Microsoft Web API zu erfahren - und meine Hoffnung wurde letzenendes auch erfüllt. Mit einer sehr unterhaltsamen Präsentation (so habe ich etwas über Forrest Gump und auch über Dory aus Finding Nemo gelernt), gab Daniel einen Überblick über den State of the art. Ich persönlich hätte diese Session nicht ganz auf Level 400 eingeordnet, aber dieses Empfinden kann sowohl an meinen bisherigen Erfahrungen als auch an der Art von Daniels Didaktik liegen - vielleicht eine Kombination aus beidem.

Nach einem gefährlichen Mittagessen, und der Lunch-Session ging es für mich dann zur LINQ-Session mit Bart de Smet. Thematisch ging es hier zunächst darum, LINQ beizubringen, schon zur Designzeit nur die möglichen Operatoren anzuzeigen. Dann ging es weiter mit Serialisierung von Expression Trees, einem Ausflug in die Reactive Extensions und einen Solver für Sudokus auf LINQ-Basis. Auch wenn es inhaltlich an der LINQ-Front nicht allzu viel Neues gibt, so hat es mich sehr gefreut, ihn mal live zu sehen und wer ihn coden sieht, der möchte gern im Anschluss alles mit LINQ machen.

Zum Schluss habe ich mir dann noch die Einführung in MEF von Rainer angeschaut. Auch wenn MEF letztenendes in der Anwendung recht simpel ist und ich mich im vorab gefragt habe, wie man da eine Stunde drüber reden kann, so hat er den Inhalt doch sehr unterhaltsam, enthusiastisch und mit vielen Beispielen rübergebracht. Falls jemand die Samples sucht, auf die er bei seiner Session verwiesen hat: diese sind in seinem englischsprachigen Blog verfügbar.

Zusammengefasst: Ich bin nach wie vor von dem Konzept der Community-Konferenzen überzeugt und ich hoffe, dass auch im kommenden Jahr die Dotnet Cologne eine Fortsetzung findet. Macht weiter so, ich wär gern wieder mit dabei.

Nachlese zum Treffen der .NET Usergroup Dresden vom 17.03.2011

Gestern gab es gleich zwei Premieren bei der .NET Usergroup Dresden.

Premiere 1: Wir haben das erste Mal ein Coding Dojo durchgeführt. 18:00 Uhr ging es los. Nachdem beim letzten Usergroup-Treffen die ein oder anderen Fragen auch in Richtung testgetriebene Entwicklung und die Sinnhaftigkeit gingen bin ich in ein paar einleitenden Worten darauf eingegangen, was testdriven eigentlich bedeutet und wie man dabei vorgeht.

Ausgehend davon wurde der Rahmen für den Abend gesteckt. Ich erklärte die Grundbegriffe von Coding Dojos und weil es für viele das erste Dojo war, begannen wir mit der recht einfachen Kata FizzBuzz. Im Vordergrund für diesen Abend stand einfach nur, allen ein Gefühl für TDD zu geben und die Angst vor dem Unbekannten "Coding Dojo" zu nehmen. Zweite Kata des Abends sollte nach einer Abstimmung Kata Potter sein, die aber nach unterschiedlichen Lösungsvorschlägen und Herangehensweisen irgendwann dann abgebrochen wurde.

Für mich war es das erste mal als Sensei und ich habe ein paar wertvolle Schlüsse ziehen können. Zunächst habe ich mich sehr gefreut, dass sich auch Usergroup-Teilnehmer, die eigentlich als Muttersprache VB.NET sprechen (wie sie es selbst genannt haben) in einem C#-Projekt mitgearbeitet haben, auch wenn "dieses komische Semikolon immer" gestört hat. Mir hat es sehr gut gefallen, dass eben nicht nur ein Vorturner da war, sondern dass wir die Gelegenheit hatten, vom Wissen aller zu profitieren, die sich freiwillig gemeldet haben, an der Kata mitzumachen. Und hier hat sich wieder gezeigt, dass es wichtig ist, nicht vorn still vor sich hin zu programmieren, sondern alle an den Gedanken teilhaben zu lassen.

Es gab aber auch ein paar Lehren für mich: Bei einer Gruppengröße von 20 Teilnehmern ist es recht kompliziert alle bei der Sache zu halten. Und, es hat sich herausgestellt, dass es wichtig ist, auch im Dojo die Schritte Red-Green-Refactor alle durchzuführen und es nicht auf Red-Green-Vielleicht-Refactor zu beschränken. Dem resultierenden Code merkt man nämlich an, dass er dringend ein Refactoring benötigt. Und zu guter Letzt ist es wichtig, nicht blind drauf los zu programmieren, sondern sich auch zu Beginn schon mal Gedanken darüber zu machen, in welche Richtung es gehen soll. Denn was nutzen 7 grüne Tests, wenn man der Lösung noch nicht wirklich näher gekommen ist und erst dann überlegt, wie man das Problem denn lösen könnte.

Zusammenfassend: Es war ein gelungener erster Dojo-Abend. Ich denke, wir werden das auch weiter fortführen und gelegentlich Dojo-Abende einstreuen und die Schlüsse die ich und auch die anderen aus diesem Abend ziehen konnten werden dann sicher auch Eingang finden. Die Resonanz war zumindest eindeutig positiv. Und nicht zuletzt habe ich mich auch sehr darüber gefreut, neben den vielen bekannten Gesichtern wieder mal ein paar neue Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Ach ja - Premiere 2: Das Treffen fand das erste Mal bei Saxonia Systems statt und es war ein guter Einstand. Offenbar können Softwareentwickler aber mit Gemüse nicht allzu viel anfangen, denn obwohl die freundlicherweise gesponserten belegten Brötchen im wahrsten Sinne weggingen wie warme Semmeln, war die Gemüseplatte fast unberührt.

Gewinnen mit dotnet-kicks.de

Schon lange bevor ich den "I Like it"-Button in Facebook für mich entdeckt hatte, kannte ich dotnet-kicks.de. Das Prinzip ist ähnlich. Blogbeiträge rund um .NET, die man als wertvoll, sinnvoll, nützlich oder spannend erachtet kann man mit einem Kick markieren. Und auch ich hab den Button in meinem Blog.
Nun hat dotnet-kicks.de ein Gewinnspiel gestartet... und ich war einer der Gewinner und habe eine Freikarte für die GUI & Design in Nürnberg gewonnen. Nun bin ich sehr gespannt, ob und was ich hier für neue Sachen erfahren werde. In jedem Fall freue ich mich darauf, Bekannte aus der Community wiederzusehen, denn wie ich der Sprecherliste entnehmen kann, sind hier einige davon mit dabei. In diesem Sinne: C U in Nuremberg.

.NET Open Space - ein Rückblick

#netos - wer an diesem Wochenende die Tweets in der Leipziger Twitterszene verfolgt hat, der wird häufiger über diesen Hashtag gestolpert sein. Grund dafür war ein Event, der mittlerweile seinen festen Platz in der deutschen .NET-Community gefunden hat: der .NET Open Space. Jedes Jahr pilgern knapp 150 .NET-Entwickler und -Interessierte nach Leipzig, um sich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch ich war dabei und möchte meine Eindrücke zum Besten geben. Ich war schon im letzten Jahr mit dabei und natürlich ist man dann versucht, auch immer einen Vergleich zu ziehen.

Im letzen Jahr fand der .NET Open Space in der Villa Ida statt. Und da der frühe Vogel ja bekanntlich den Wurm fängt, buchte ich mir auch ein Hotelzimmer in der Nähe. Etwas überrascht wurde ich dann, als bekannt wurde, dass es in diesem Jahr einen anderen Veranstaltungsort geben würde. Da wir ja alle agil sind, ist auch das natürlich kein Problem - schnell umgebucht und alles in Butter - einzig der Hotelbetreiber wird sich etwas gewundert haben, denn wie ich erfahren habe, war ich mit meiner Stornierung nicht allein.

Beginn der Veranstaltung war dann Samstag um 10:00 Uhr. Einige der Teilnehmer reisten schon am Freitag an, um an der Kennenlern-Party teilzunehmen oder erholt am Samstag starten zu können. Bei der Party war ich leider nicht dabei, da ich einer derjenigen war, die erst am Samstag dazustießen.

Nach und nach trafen alle ein und schnell sah man auch bekannte Gesichter und der Smalltak begann, den nur ein Pfiff unterbrechen konnte: Es war an der Zeit, die Agenda zu füllen. Jeder, der wollte konnte ein Thema vorschlagen und viele haben auch diese Gelegenheit genutzt, das zu tun. Gefühlt war die Themenfindung in diesem Jahr etwas träger und unorganisierter als im letzten Jahr, aber es ist halt schließlich eine Unkonferenz und warum nicht auch das kreative Chaos nutzen.

Was für Themen kamen da zusammen? Natürlich durften aktuelle Buzzwords wie Agilität, *DD und Windows Phone 7 nicht fehlen und so kam es zu einer bunten Themen-Mischung über Methodik, Architektur und Softskills. Auch wenn letzteres auf den ersten Blick für einige nicht zu einer Entwicklerkonferenz gehören mag, so ist es eben auch wichtig Fragen zu klären wie "Wie bringe ich eigentlich meinen Kollegen bei, die Werte die ich habe auch zu vertreten." - und das ist eben nicht nur Methodik sondern auch der menschliche Faktor. Zusammengefasst waren die eher technisch geprägten Themen aber in der Überzahl: Was sind eigentlich Monaden? Wozu sind EBCs gut? Wann lohnt es sich, eine funktionale Programmiersprache wie F# zu verwenden? Wie mach ich sinnvollerweise Logging? Welche AddIns sind empfehlenswert? ... und so weiter und so fort. Auch ein Coding Dojo war wieder dabei, das aber nach meinem Empfinden in diesem Jahr besser lief, da gleich mehrere Gruppen gebildet wurden und so in einem kleineren Kreis intensiver gearbeitet werden konnte. Aber genug vom Fachlichen: Wer es selbst erleben möchte, der möge selbst an einem .NET Open Space teilnehmen und seine eigenen Erfahrungen sammeln - es lohnt sich.

Abseits der Diskussionen gab es aber auch noch das Abendessen am Samstag in der Schaubühne Lindenfels und dem Joseph Pub - mit klarer Präferenz für zweiteres meinerseits und ich glaube der ein oder andere sieht das ähnlich. Und auch die Mittagessen, die dieses Mal im Vergleich zum Vorjahr eher mit bekannte Gerichte aufwarteten, boten genug Raum dafür, sich auszutauschen und neue Leute kennenzulernen oder über andere Ansichten und Erfahrungen zu diskutieren.

Alles in allem ist mein Resümee ein postives. Ich habe es in keinem Fall bereut, dieses Wochenende in Leipzig verbracht zu haben. Egal ob Freak oder Quatschaffe - es hat Spaß gemacht mit euch zu diskutieren und dabei gewesen zu sein und man sieht sich beim nächsten Mal.

.NET Open Space 2010 Leipzig

Vom 16. Oktober bis zum 17. Oktober 2010 wird erneut der .NET Open Space in Leipzig stattfinden. Bereits im letzten Jahr war diese Veranstaltung sehr erfolgreich und zählte mehr als 150 Teilnehmer. Seit gestern ist die Anmeldung möglich und auch für dieses Jahr haben sich bereits in kürzester Zeit über 130 Teilnehmer angemeldet. Ein Open Space hat als wesentlichstes Merkmal, dass es keine feste Agenda gibt. Die Inhalte der einzelnen Sessions ergeben sich weitestgehend spontan und durch die Teilnehmer getriggert - einzig als Rahmen ist der große Themengebiet Entwicklung mit .NET vorgegeben. Ebensowenig gibt es eine Rollenaufteilung in Sprecher und Zuhörer. Unabhängig von der Ausbildung, dem bisherigen Lebenslauf oder der aktuellen Position soll eine offene Diskussion gefördert werden. Die Teilnehmer gestalten ihr Programm somit vollkommen selbst. Und so ist ein Erfahrungsaustausch verschiedensten Bereichen vorprogrammiert.

Die Teilnahme am .NET Open Space ist kostenlos. Mehr Informationen und die Anmeldung sind unter http://netopenspace.de/2010 zu finden. Zeit: 16.10.2010, 8 Uhr bis 17.10.2010, 19 Uhr Ort: Commundo Tagungshotel Leipzig, Zschochersche Straße 69, 04229 Leipzig

Auch ich werde mit dabei sein und freue mich auf spannende Diskussionen.

Nachlese zur dotnet Cologne 2010

28. Mai 2010, 8:45 Uhr: Etwa 300 Leute treffen am Veranstaltungsort der dotnet Cologne in Köln ein. Alle gehören zu den Interessierten, die aus allen Ecken von Deutschland gekommen sind und erfahren möchten, was es Neues rund um Visual Studio 2010 und .NET 4.0 gibt. Nachdem ich mir am Eingang mein Namensschild besorgt habe, geht es gleich hinauf in die erste Etage, wo Kaffee und belegte Brötchen warten - und nicht nur das, sondern auch das eine oder andere bekannte Gesicht.

28. Mai 2010, 9:45 Uhr: Roland Weigelt, Albert Weinert und Stefan Lange eröffnen den Event - trotz einiger technischer Schwierigkeiten. Uns wird gesagt, dass wir interessant sind, weil wir zu den interessierten Leuten gehören, die heute hier sind, was irgendwie ein gutes Gefühl gibt. Ich lerne, dass ich die Tasche mit den ganzen Zetteln am Eingang doch hätte mitnehmen sollen, weil ich den Bewertungszettel daraus noch brauche, um am Ende des Tages eine Tasse zu bekommen und dass ich durch das erfolgreiche Absolvieren von Laufzettelstationen abends an einer Verlosung teilnehmen kann, in der es Bücher und Softwarelizenzen zu gewinnen gibt... ok, also noch schnell die Zettel gesucht und die Tracks können beginnen.

28. Mai 2010 10:25 Uhr: Erste Session des Tages ist für mich "Neues in Visual Studio 2010" und Jörg Freiberger zeigt einige der Key-Features der Ultimate-Version - z.B. IntelliTrace oder Zoomen per Mausrad. Nach einer kurzen Pause geht es in die Session von Dariusz Parys ("Anpassbare Anwendungen mit Windows Workflow 4") und in einer sehr sehr lockeren Präsentation zeigt er, was man mit der Workflow Foundation alles anstellen kann. Im neu erstellten Workflow21 erstellt er eine Rabattberechnung, die so konzipiert ist, dass der Endanwender diese dann theoretisch selbst durch Anpassung des Xaml-Codes anpassen könnte. Thorsten Hans führt dann mich und die anderen Zuhörer in "Von 0 auf MSBuild in 45 Minuten" in die Erstellung von MSBuild-Skripten ein. Zusammenfassung der ersten Konferenzhälfte: Vieles wusste ich schon, aber es waren auch einige für mich neue und damit sehr interessante Aspekte dabei.

28. Mai 2010 13:55 Uhr: Trotz der geplanten Lunch-Sessions herrscht reges Gedränge an den beiden Tischen an denen das Mittagessen aufgebaut ist und so halten sich einige über Wasser, indem sie nur Vorspeisen oder Nachtisch essen - eben weil sie da gerade einen guten Platz gefunden haben. Eine Lunch-Session hab ich mir dann doch angehört: "Internationalisierung von WPF-Anwendungen", in der Mathias Raake mit NLocalize im Grunde das Ergebnis seiner Diplomarbeit zeigte - es ist immer wieder interessant, was dabei rauskommt, wenn man ein interessantes Projekt hat.

28. Mai 2010 15:00 Uhr: Die erste After-Lunch-Session für mich war "ASP.NET MVC 2" und Thomas Mentzel zeigte eine Basiseinführung zum MVC-Konzept und ging dann näher auf die Implementierung in ASP.NET MVC 2 ein. Aufgrund der Fragen aus dem Publikum schweifte die Präsentation ganz schnell in Richtung "Unterschiede zu ASP.NET Webforms" ab, da dies das für die meisten doch bekanntere Konzept ist. Eine in meinen Augen sehr gute Präsentation war "Silverlight für Windows Phone 7 Series" von Peter Nowak, der zwar nur etwa die Hälfte des eigentlich vorgesehenen Vortrags schaffte, dafür aber mit Hintergrundinformationen aufwarten konnte, die sehr spannend waren. Als letzte Session des Tages hab ich mir dann "ASP.NET 4.0 Extensibility" angeschaut und Jörg Krause zeigte, dass man das Rad nicht neu erfinden muss, sondern in vielen Fällen durch Vererbung oder Implementierung von Interfaces und anschließender Konfiguration das Framework so erweitern kann, dass eigene Logik ohne viel Aufwand zu implementieren ist - man muss halt nur wissen, an welchem Punkt man angreifen kann.

28. Mai 2010 19:00 Nachdem ich der Verlosung als Zuschauer beigewohnt habe und mich für die glücklichen Gewinner mitgefreut hab, geht es jetzt zur Grillfeier des dotnet-Forums (nochmal vielen Dank an Jan Welker) - endlich mal Gelegenheit für einen Schwatz mit anderen Community-Mitstreitern. Mit einer neuen Tasse mit dem dotnet-Cologne-Schriftzug, gesättigt, mit einigen Kölsch im Bauch und dem guten Gefühl, den Tag in der Community verbracht zu haben, endet der Abend. Nochmal vielen Dank an die Veranstalter. Und hier schonmal mein Versprechen: Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei.