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Martins Tech Blog

Nachlese zur dotnet Cologne 2010

28. Mai 2010, 8:45 Uhr: Etwa 300 Leute treffen am Veranstaltungsort der dotnet Cologne in Köln ein. Alle gehören zu den Interessierten, die aus allen Ecken von Deutschland gekommen sind und erfahren möchten, was es Neues rund um Visual Studio 2010 und .NET 4.0 gibt. Nachdem ich mir am Eingang mein Namensschild besorgt habe, geht es gleich hinauf in die erste Etage, wo Kaffee und belegte Brötchen warten - und nicht nur das, sondern auch das eine oder andere bekannte Gesicht.

28. Mai 2010, 9:45 Uhr: Roland Weigelt, Albert Weinert und Stefan Lange eröffnen den Event - trotz einiger technischer Schwierigkeiten. Uns wird gesagt, dass wir interessant sind, weil wir zu den interessierten Leuten gehören, die heute hier sind, was irgendwie ein gutes Gefühl gibt. Ich lerne, dass ich die Tasche mit den ganzen Zetteln am Eingang doch hätte mitnehmen sollen, weil ich den Bewertungszettel daraus noch brauche, um am Ende des Tages eine Tasse zu bekommen und dass ich durch das erfolgreiche Absolvieren von Laufzettelstationen abends an einer Verlosung teilnehmen kann, in der es Bücher und Softwarelizenzen zu gewinnen gibt... ok, also noch schnell die Zettel gesucht und die Tracks können beginnen.

28. Mai 2010 10:25 Uhr: Erste Session des Tages ist für mich "Neues in Visual Studio 2010" und Jörg Freiberger zeigt einige der Key-Features der Ultimate-Version - z.B. IntelliTrace oder Zoomen per Mausrad. Nach einer kurzen Pause geht es in die Session von Dariusz Parys ("Anpassbare Anwendungen mit Windows Workflow 4") und in einer sehr sehr lockeren Präsentation zeigt er, was man mit der Workflow Foundation alles anstellen kann. Im neu erstellten Workflow21 erstellt er eine Rabattberechnung, die so konzipiert ist, dass der Endanwender diese dann theoretisch selbst durch Anpassung des Xaml-Codes anpassen könnte. Thorsten Hans führt dann mich und die anderen Zuhörer in "Von 0 auf MSBuild in 45 Minuten" in die Erstellung von MSBuild-Skripten ein. Zusammenfassung der ersten Konferenzhälfte: Vieles wusste ich schon, aber es waren auch einige für mich neue und damit sehr interessante Aspekte dabei.

28. Mai 2010 13:55 Uhr: Trotz der geplanten Lunch-Sessions herrscht reges Gedränge an den beiden Tischen an denen das Mittagessen aufgebaut ist und so halten sich einige über Wasser, indem sie nur Vorspeisen oder Nachtisch essen - eben weil sie da gerade einen guten Platz gefunden haben. Eine Lunch-Session hab ich mir dann doch angehört: "Internationalisierung von WPF-Anwendungen", in der Mathias Raake mit NLocalize im Grunde das Ergebnis seiner Diplomarbeit zeigte - es ist immer wieder interessant, was dabei rauskommt, wenn man ein interessantes Projekt hat.

28. Mai 2010 15:00 Uhr: Die erste After-Lunch-Session für mich war "ASP.NET MVC 2" und Thomas Mentzel zeigte eine Basiseinführung zum MVC-Konzept und ging dann näher auf die Implementierung in ASP.NET MVC 2 ein. Aufgrund der Fragen aus dem Publikum schweifte die Präsentation ganz schnell in Richtung "Unterschiede zu ASP.NET Webforms" ab, da dies das für die meisten doch bekanntere Konzept ist. Eine in meinen Augen sehr gute Präsentation war "Silverlight für Windows Phone 7 Series" von Peter Nowak, der zwar nur etwa die Hälfte des eigentlich vorgesehenen Vortrags schaffte, dafür aber mit Hintergrundinformationen aufwarten konnte, die sehr spannend waren. Als letzte Session des Tages hab ich mir dann "ASP.NET 4.0 Extensibility" angeschaut und Jörg Krause zeigte, dass man das Rad nicht neu erfinden muss, sondern in vielen Fällen durch Vererbung oder Implementierung von Interfaces und anschließender Konfiguration das Framework so erweitern kann, dass eigene Logik ohne viel Aufwand zu implementieren ist - man muss halt nur wissen, an welchem Punkt man angreifen kann.

28. Mai 2010 19:00 Nachdem ich der Verlosung als Zuschauer beigewohnt habe und mich für die glücklichen Gewinner mitgefreut hab, geht es jetzt zur Grillfeier des dotnet-Forums (nochmal vielen Dank an Jan Welker) - endlich mal Gelegenheit für einen Schwatz mit anderen Community-Mitstreitern. Mit einer neuen Tasse mit dem dotnet-Cologne-Schriftzug, gesättigt, mit einigen Kölsch im Bauch und dem guten Gefühl, den Tag in der Community verbracht zu haben, endet der Abend. Nochmal vielen Dank an die Veranstalter. Und hier schonmal mein Versprechen: Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei.

Nur 30 Sekunden

Auf den ersten Blick mag der Titel wie der Aufmacher eines Hollywood-Action-Films sein, aber eigentlich handelt dieser Post von SQL Server Managment Studio Express 2005. Nur 30 Sekunden gibt es dem Anwender, um Queries zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, bis der Timeout kommt.

Wie lässt sich das nachstellen? Ganz einfach: Man erstellt eine etwas komplexere View und klickt dann im Kontextmenü der View auf "Open View". Kurze Zeit später erscheint folgende formschöne Meldung:

In einem solchen Fall ist der erste Ansatz meist, in den Optionen (Tools / Options) des Management Studios nachzusehen. Und da finden sich auch wirklich zwei Einträge, die den Timeout bestimmen. Der erste findet sich unter Query Execution / SQL Server und nennt sich Execution Timeout. Bei mir steht dieser schon auf 0, was laut Beschreibung "unlimited" bedeutet und damit nicht Grund des Problems sein dürfte. Der zweite Eintrag findet sich unter Designers und erlaubt laut Beschreibung das Überschreiben des Timeouts in den Tabellendesignern. Der Haken ist bei mir deaktiviert und der Wert steht ausgegraut auf 30.

30? 30 und TimeOut? Ok, kann ja sein, dass hier jemand den Haken nicht korrekt auswertet und sinngemäß könnte das "Open View" ja schon noch unter Designerbedienung fallen. Also Haken rein, Wert auf 3600 gesetzt, Management Studio neu gestartet und... (Trommelwirbel) ... nach 30 Sekunden die Ernüchterung.

Um es kurz zu machen: Anscheinend gibt es für das Problem kein passendes Eingabefeld. Ich hab letztenendes alle Einstellungen wieder zurückgesetzt und den Wert in der Registry gesetzt. Verantwortlich für diesen TimeOut ist der Wert SQLQueryTimeOut unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\90\Tools\ShellSEM\DataProject. Setzt man diesen auf einen höheren Wert als 30, so gibt man damit dem Management Studio mehr Zeit, die View zu öffnen. Problem daran: Dieser Wert wird anscheinend bei jedem Start des Management Studios zurückgesetzt - das ist also nur eine temporäre Lösung.